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Luftrettung 2016-10-31T12:45:41+00:00

Übersicht über die Luftrettung

Neben einem gut ausgebauten und leistungsstarken Netz im bodengebundenen Rettungsdienst ist die Luftrettung ein wichtiger Bestandteil des Rettungsdienstes in Bayern.

In den Flächenländern sind die Transportwege und -zeiten zwischen den Einsatzorten und geeigneten Krankenhäusern für die weitere Behandlung häufig entscheidend für die Genesung von Notfallpatienten. Vor allem in strukturschwächeren Einsatzregionen kommt daher der Luftrettung eine mehr als nur ergänzende Funktion zum Landrettungsdienst zu.

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr legt in Abstimmung mit den Sozialversicherungsträgern die Versorgungsstruktur für die Luftrettung fest. In Bayern werden derzeit 13 Rettungshubschrauber betrieben. Neun Rettungstransporthubschrauber (RTH) werden vorrangig für die luftgebundene Notfallrettung und vier Intensivtransporthubschrauber (ITH) vorrangig für den luftgebundenen Patiententransport vorgehalten.

Gegenwärtig wird zudem eine Rettungshubschrauberstation am Klinikum Augsburg (RTH Christoph 40) sowie am Flugplatz Dinkelsbühl-Sinbronn eingerichtet und somit das bayerische Luftrettungsnetz engmaschig geschlossen.

Jeder Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, in dessen Dienstbereich sich eine Rettungshubschrauberstation befindet, beauftragt einen geeigneten Unternehmer, den Luftrettungsdienst an diesem Rettungshubschrauberstandort durchzuführen.

Die Betreiber sind:

  • die ADAC-Luftrettung GmbH (RTH Christoph 1, 15, 18, 20, 32, 40 und ITH Christoph Murnau),
  • die DRF Luftrettung (RTH Christoph 27 und 80) und
  • die HDM Luftrettung, die zur DRF Luftrettung gehört (ITH Christoph München, Nürnberg und Regensburg).
  • Die RTH Christoph 14 und 17 sind Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes, für die die Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim die Piloten stellt und die Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes die Aufgaben des Durchführenden nach dem Bayerischen Rettungsdienstgesetz wahrnimmt.

Alle Rettungstransporthubschrauber sowie der ITH Christoph Murnau sind regelmäßig in der Zeit von 7 Uhr bis Sonnenuntergang in Betrieb. Die Intensivtransporthubschrauber an den Standorten in München, Nürnberg und Regensburg werden im 24-Stunden-Betrieb vorgehalten.

Die Rettungshubschrauber haben in der Notfallrettung einen regelmäßigen Einsatzradius von 60 Kilometern und werden unabhängig von den Grenzen der Rettungsdienstbereiche eingesetzt. Der Einsatzbereich der Intensivtransporthubschrauber für Patientenverlegung zwischen Kliniken erstreckt sich über ganz Bayern.

Jeder Rettungshubschrauber ist mit einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzt. Die auf den ITH eingesetzten Notärzte und Rettungsassistenten verfügen über eine spezielle intensivmedizinische Qualifikation.

Luftrettungsmittel sind wegen ihrer Schnelligkeit und ihrer Möglichkeiten für einen schonenden Patiententransport eine wertvolle Unterstützung des Landrettungsdienstes. Bei Notfällen in schwer zugänglichen Gebieten wie Bergen und Gewässern ermöglichen sie eine rasche Rettung von Verunglückten aus der Luft durch Seilwinde oder Bergetau. Dabei arbeiten die Hubschrauberbesatzungen eng mit den Einsatzkräften der Berg- und Wasserrettung zusammen. Der öffentliche Luftrettungsdienst wird im Einzelfall durch Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel Bayern, der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim und der Bundeswehr unterstützt.